Ant erlaubt es properties zu definieren auf die im Build Prozess zugegriffen werden kann.
Um den Buildprozess konfigurierbar zu halten ist es sinnvoll, Werte die sich ändern können, als Properties zu definieren. In diese Kategorie fallen zum Beispiel Pfadangeben und Dateinamen.
Manche dieser Properties hängen von der Umgebung ab, aus der der Build aufgerufen wird.
So ist es wahrscheinlich, dass sich die Pfadangabe für ein Deploymentverzeichnis auf einer Continuous Integration Umgebung (z.B. unter Linux) von der in einer Entwicklungsumgebung (z.B. Windows) unterscheidet.
Deshalb muss man Ant dazu bringen die für die aktuelle Umgebung passenden Properties zu verwenden.
1. Properties anhand des angemeldeten Benutzers
Wenn eine Datei mit dem Anmeldenamen als Prefix (z.B.: fkrueger.build.properties) existiert, wird diese verwendet.
2. Properties anhand einer Umgebungsvariable
Wenn keine Properties Datei passend zum Anmeldenamen existiert, aber env als Umgebungsvariable (z.B. durch den Aufruf >ant -Denv=my) gesetzt wurde, wird diese verwendet.
3. Build abbrechen wenn Properties Datei nicht existiert
An dieser Stelle macht es Sinn den Build abzubrechen wenn keine Properties Datei gefunden werden konnte.
4. Eventuell Umgebungsabhängige Properties voraussetzen
Unter Umständen macht es Sinn keine Standard Datei build.properties zu haben sondern nur ein Template build.properties.tmpl anzubieten, dass für jede Umgebung angepasst werden muss.
Dann kann der Build abgebrochen werden, wenn kein prefix gesetzt wurde.
5. Properties lesen
Jetzt können die Properties aus der passenden Datei gelesen werden.
6. Dem Aufrufer mitteilen aus welcher Datei die properties gelesen werden
7. Die Properties ausgeben
--> env: ${env}
--> deploy.dir = ${deploy.dir}
Zu beachten: Properties können nicht überschrieben werden, wenn sie einmal gesetzt wurden!